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Nicolettas Blog

30.11.2022 Sich in die Schuhe des anderen stellen


„Gehe hundert Schritte in den Schuhen eines anderen, wenn du ihn verstehen willst.“

Sicher kennst du das auch: du bewertest und verurteilst das Verhalten deiner Mitmenschen, insbesondere deines Partners / deiner Partnerin.
Wann hast du das letzte Mal deine(n) Partner/in für das verurteilt, was er/sie getan oder nicht getan, gesagt oder nicht gesagt hat? 

Bestimmt hast du mit deiner Sicht Recht. Aber was wäre, wenn der/die Andere genauso „Recht“ hätte? Eben aus seiner/ihrer Sicht? 

Oftmals verunmöglicht uns der Tunnelblick auf das, was wir wollen oder für richtig halten, den Blick für die Sichtweise des/der Anderen. Wo wir heute stehen und was wir heute denken ist ein Ausdruck unserer Vergangenheit, unserer Erfahrungen, unserer Denkweisen, die uns unser ganzes Leben lang geprägt haben. Doch wo bleibt das Verständnis für das Gegenüber, für deine(n) Partner(in)?

💚„Gehe hundert Schritte in den Schuhen eines anderen, wenn du ihn verstehen willst.“💚

Dieses alte aber sehr weise Sprichwort sollten wir uns (wieder) zu Herzen nehmen. Denn es ermöglicht uns ein friedvolleres Miteinanderund Verständnis für die Mitmenschen. Erst wenn du dich in die „Schuhe“ des/derAnderen gestellt hast, kannst du verstehen, warum er/sie so handelt oder spricht wie er/sie es tut. 

Dazu empfehle ich dir eine kleine Übung, die du an jedem Ort und zu jeder Zeit machen kannst: 

Wann immer du merkst, dass du verurteilst und bewertest, versuche dich in den Anderen hineinzuversetzen, quasi in seinen „Schuhen“ zugehen. Wie fühlt es sich an? Drückt es irgendwo am „Fuß“? Kannst du bequemgehen oder ist es mühsam? 

Versuche nun, die vergangenen Tage, Wochen, Monate oderJahre mit ihren/seinen Schuhen zu gehen. Wie ist das für dich? Welche Berge musstest du erklimmen, worüber bist du gestolpert, was hat dich aufgehalten oder geärgert? Wie mühsam war dieser Weg bis hier und jetzt? Welche Erfahrungen hat wohl der Träger dieser Schuhe in der Vergangenheit gemacht? 

Nun versuche zu verstehen, warum die/der Andere jetzt so(re-)agiert hat. Was brachte sie/ihn WIRKLICH dazu, sich so zu verhalten? 

Voraussetzung dafür, dass diese Übung gelingt ist, dass du offen bist und bereit, die Sichtweise des Anderen zu verstehen und zuzulassen. Versuche, Mitgefühl für den/die Andere(n) zu entwickeln, egal ob es dein Partner oder ein(e) Kollege/in ist. Verständnis und Mitgefühl sind der Schlüssel, auch schwierige Konflikte zu lösen. Nur wenn du verstehst, dass andere Menschen auch eine Vergangenheit mit Höhen und Tiefen hatten, wenn du begreifst, dass es einen Grund gibt, warum sie so handeln wie sie handeln – genauso wie es dafür Gründe gibt, warum du handelst wie du handelst – kannst du ihnen und dir eines der größten Geschenke machen: du kannst Nähe und Verständnis aus dem Nichts erschaffen und ihnen zu Füßen legen. Als Wertschätzung und Anerkennung.



12.11.2022 Mein Partner/in soll endlich...!!!


Vielleicht fragst du dich manchmal: Was bringt mir das Leben? Was bringt mir eigentlich mein Partner/in? Nichts - denn weder das Leben noch dein Partner/in "bringen" dir etwas.

Und das ist gut so. Denn sonst wärst DU in der passsiven Rolle. Du wärst auf andere angewiesen. Dir soll etwas geschehen. Du erlebst dich als abhängig von den Umständen und vom Handeln deines Partners/in. Damit verzichtest du auf die gestaltende, aktive Rolle in deinem Leben und in deiner Partnerschaft.
Möchtest du dich so erfahren?

Ein weiterer Nachteil ist, dass du oft enttäuscht werden wirst, wenn du meinst, das Leben oder dein Partner/in sollten dir "was bringen". Leben und Partner müssten dann nämlich immer genau das ausliefern, was du haben willst. Das ist eher unwahrscheinlich - und lässt deinem Partner/in zudem keine freie Wahl.

In der Formulierung "Was bringt mir mein Partner/in? - Er/Sie soll endlich...!" steckt also eine Erwartung in Form einer Anspruchshaltung, die lautet:
"Mein Partner/in soll ausliefern, und möglichst ohne dass ICH vorher investiere!"

Die im ersten Augenblich schmerzhafte Realität ist aber: Darauf kannst Du vermutlich lange warten. Denn keiner ist dafür da, seinem Partner das Leben schön zu machen. Wo steht geschrieben, dass dein Partner/in zuallererst dich emotional oder materiell zu versorgen hat?

Mit dieser Haltung erschaffst du dir unwissentlich eine Realität, in der DU zum Zuschauer deines Lebens wirst.

Denn: In einer Partnerschaft sind beide zu 100% verantwortich!

Du bekommst mehr vom Leben und vom Partner/in, wenn du dich von einer Erwartungs- oder Anspruchshaltung hin zu einer Beitragshaltung ausrichtest.

Welchen Beitrag willst du leisten, welchen Unterschied möchtest du mit deinem Leben machen? Wie soll dein Partner/in sich neben dir erleben?
Was stellst du ihm/ihr zur Verfügung? Wo kann er/sie von dir profitieren?

Fang einfach damit an, dem anderen Wertschätzung zu geben.
Aufmerksamkeit, Interesse und Zuwendung. Beobachte, was passiert.
Ohne den Anspruch, etwas zurückzubekommen. Geh in die aktive Rolle.
Gestalte. Und lass Raum.

Und bitte nicht missverstehen:
Das heißt nicht, dass ab jetzt nur noch du geben sollst!

01.10.2022 The Power of Destroy


Zerstörung=powervolle Chance?!

Welcher Gedanke oder welche Bewertung kommt dir bei dem Wort „Zerstörung“ als erstes in den Sinn? Die Meisten würden diesem Wort eher eine negative Bedeutung zuordnen, wie z.B. Vernichtung.

Zerstörung birgt weitaus mehr in sich. Es hat großes Potenzial, Neues entstehen zu lassen.

Wie jetzt?

Schöpferische Zerstörung ist dann und wann sogar angebracht bzw. eine Notwendigkeit.

Der Begriff schöpferische Zerstörung ist bereits aus der Volkslehre ein bekannter Begriff. Man geht davon aus, dass jede ökonomische Entwicklung auf dem Prozess einer schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung aufbaut.

Zerstörung ist keine Erfindung der Menschen. Alles, was ein Anfang hat, hat auch ein Ende damit Platz für Neues geschaffen wird. So wie es in der Natur 3 Phasen gibt (die Entstehung, die Erhaltung und die Zerstörung) kann dieses Prinzip auf das eigene Leben angewandt werden.

Dies kann für unsere persönliche Entwicklung, unsere Beziehungen und ebenso für den Beruf oder im Business angewandt werden.

Wann immer du merkst, dass es gerade nicht so rund läuft, du nicht vorankommst, deine Ergebnisse sich trotz mehr Aufwand nicht verbessern, frage dich:

Was könnte oder sollte ich mal sein lassen, womit könnte ich mal aufhören?
Was muss ich zerstören, damit neue Möglichkeiten entstehen können?

Das Herausfordernde an dieser Sache ist, dass wir lieber mehr vom Alten tun,
weil wir das kennen und es in unserer Komfortzone liegt. Allerdings ist manchmal genau das Gegenteil nötig.

Deshalb: Pack die „Sau“ auf den Tisch. Erkenne die Chance, die ein Zerstören mit sich bringt.

Wir finden zusammen den Grund für dein „stuck“ sein und wie du es schaffst,
dein Leben, deine Beziehungen und dein Business auf eine neue Ebene zu bringen.